Interviewt – Tom vom holzwerkstattblog.com

Holzwerkstattblog

Tom war so nett und hat mir ein paar Einblicke in sein Hobby und seine Projekte als Hobbyschreiner gegeben. Herausgekommen ist ein sehr interessantes Interview.

Hallo Tom. Bitte stelle dich meinen Lesern kurz vor.

Ich (Jahrgang 1970) bin gelernter Jurist, der in der Wirtschaft sein Brot verdient. Das Thema Holz beschäftigt mich in meiner Freizeit. Hier finde ich einen Gegenpol zum durchaus stressigen Büroalltag. Als Ergebnis kommt dann auch mal was anderes raus, als ein Schriftsatz. Meine Familie (verheiratet, 2 Kinder) will aber auch noch was vom Papa haben, so dass die Freizeit dann meist auch schon wieder knapp wird.

Wie kamst du zum Holzwerken?

Vor der Geburt meiner Tochter wollte ich etwas für sie bauen. Eine Wiege hatten wir schon in der Familie, so dass die Entscheidung auf eine Wickelkommode gefallen ist. Die habe ich damals noch auf Sägeböcken im Keller unserer Wohnung und mit Stirnlampe gebaut. Ab da war ich infiziert mit dem Holzvirus.

Was findet man alles auf deiner Seite Holzwerkstattblog?

Alles, was eine junge Familie mit Kindern so über die Jahre umtreibt. Das ist für einen Teilbereich meines Lebens fast ein Tagebuch. Ich baue, was gerade so anfällt. Das kann mal ein Schrank sein, ein Gartenhaus, aber auch mal ein in sich zerlegbares Kanu mit dem die Familie dann Abenteuer auf der Isar erleben kann bis hin zu einer Handy Hülle. Das echte Leben eben.

Manchmal schreibst du ja auch über andere Dinge in deinem Blog. Wie werden diese Beiträge von deinen Lesern aufgenommen?

Leider immer noch nicht so gut, wie ich mir das ursprünglich erhofft hatte. Aber vielleicht ist da mein Anspruch auch einfach zu groß. Ich hatte mir etwas vorgestellt, bei dem sich die Leser (vergleichbar mit einem Forum) auch untereinander austauschen. Das wird nur eingeschränkt genutzt. Aber vielleicht kommt das ja noch.

Welches Projekt war dein bisher Anspruchsvollstes?

Das kann ich so gar nicht sagen. Jedes ist auf seine Art anspruchsvoll. Meist versuche ich auch bei den anstehenden Arbeiten etwas Neues auszuprobieren. Das führt dann zwangsläufig dazu, dass das herausfordernd wird. Das geht manchmal im ersten Schritt auch nicht gut. Im Ergebnis habe ich es bisher aber immer noch hinbekommen. Sicher auch auf einem Weg, den so mancher als „untypisch“ bezeichnen würde. Aber das ist „mein Weg als Hobbyschreiner“.

Du drechselt ja sehr gerne. Was fasziniert dich an der Arbeit mit einer Drechselmaschine?

Mit dem Drechseln habe ich im Sommer 2015 angefangen. Für mich gehört das als „Holzwerker“ dazu. Ich bin schon oft in der Werkstatt gestanden und habe mir gesagt „jetzt wäre eine Drechselbank gut“. Das hat dann ein wenig gedauert (so eine Drechselmaschine ist nicht ganz billig), aber jetzt kann ich langsam in diese doch recht andere Welt der Holzbearbeitung einsteigen. Herausgekommen sind dabei bisher neben den obligatorischen Möbelknäufen natürlich bisher Schalen, Müslilöffel und Kreisel. Der Rest wird sich, wie so vieles andere auch, über die Zeit ergeben.

Hast du ein Lieblingswerkzeug und wenn ja welches?

Ich arbeite sehr gern mit meinen Hobeln. Das hat durchaus eine sportliche Komponente (was gut ist). Das Ergebnis sind, wenn man alles richtig gemacht hat, perfekte Oberflächen, die man – so – mit einer Maschine nicht herstellen kann; den Profi Bereich mal Aussen vor gelassen.

Wohin soll es mit deinem Blog zukünftig noch hingehen?

Schön fände ich, wenn ich es schaffe, ihn mehr Richtung „Kommunikation untereinander“ und „Nachschlagewerk für das Holzwerken“ hin zu entwickeln.

Vielen Dank an Tom für das nette Interview.