In welche Materialien kann man mithilfe eines Mauernutfräsers Schlitze fräsen?

Mauernutfräse Material

Sehr viele E-Mails mit genau dieser Frage sind schon bei uns im Postfach gelandet. Nachdem wir mit dem Beantworten der vielen Mails fast gar nicht mehr hinter kommen, haben wir uns hingesetzt und diesen Artikel mit samt den wichtigsten Materialien niedergeschrieben.

Kalksandsteine:

Hierbei handelt es sich grundsätzlich um ein sehr weiches und leicht bröckelndes Material. Daher haben viele unserer Leser Bedenken, dass sie nicht mit einer Mauernutfräse in Kalksandstein fräsen dürfen. Diese Angst ist allerdings nach unseren Erfahrungen unbegründet. Selbst wenn man mit enorm starken Druck arbeitet, brechen keinerlei Teile der Kalksandstein-Mauer hinaus. Daher kann eine Schlitzfräse ohne weitere Bedenken bei einer Kalksandstein benutzt werden.

Ziegelmauerwerk:

Hierbei handelt es sich um ein deutlich festeres Material als die oben beschriebenen Kalksandsteine. Aber auch hier kann problemlos gefräst werden. Eine Mauernutfräse und Ziegel vertragen sich nämlich wunderbar.

Gipsblöcke:

Wie die meisten Handwerker sicher noch aus dem Werkunterricht wissen, handelt es sich bei Gips um ein sehr weiches Material. Aber auch hier bricht beim Fräsen mit einer Mauernutfräse nichts aus der Wand. Daher kann ein Schlitzfräse für Gipsblöcke ohne Bedenken eingesetzt werden.

Beton:

Hierbei scheiden sich die Geister. Viele sagen, dass man mit einer günstigen Mauernutfräse in Kombination mit Beton vernünftig arbeiten kann. Wir sind hier nach vielen gefrästen Schlitzen einer anderen Meinung. Prinzipiell kann man zwar mit einer günstigen Schlitzfräse in Beton fräsen. Allerdings ist das ganze mit einem starken Kraftaufwand verbunden und gerade günstigere Fräsen kommen schnell an ihre Grenzen und in gehen in Folge der Überlastung häufig kaputt. Daher können wir Heimwerkern nur zum Einsatz eines Bohrhammers samt Meiselset raten.

Einzige Ausnahme stellen hierbei die meist über 500 € teuren Fräsen für Profis dar. Mit ihnen kann man fast problemlos in Betonwände und -decken fräsen. Allerdings steht die Anschaffung für die meisten Heimwerker in keinem sinnvollen Verhältnis zur gebotenen Leistung. Mit einem Stemmhammer kommt man nämlich einfach um Einiges günstiger ans Ziel. Genauer gesagt um ca. 70 %

Ytong bzw. Porenbeton:

Hierbei handelt es sich natürlich auch um Beton. Allerdings ist dieser bei weitem nicht so hart wie der normale bzw. oben beschriebene Beton. Hier kann man selbst mit einer günstigen Schlitzfräse problemlos arbeiten. Porenbeton und Mauernutfräsen harmonieren wirklich ausgesprochen gut miteinander.

Interessant zu wissen: Aufgrund der vielen Poren, ist der Werkstoff so leicht zu bearbeiten, dass viele Künslter mit ihm sogar Skulpturen bauen.

Backsteine:

Sie sind genauso hart und widerstandsfähig wie Wände aus Beton. Nur starke Fräsen aus der Profiliga können es mit ihnen aufnehmen. Auch hier gilt wieder: Günstiger kommt man mit einem Stemmhammer samt Meiseln davon.