Kann man mit einer Schlitzfräse auch in Betonwände fräsen?

Viele Heimwerker stellen sich die Frage, ob es spezielle Mauernutfräsen für Beton gibt oder man in einem solchen Fall zu Meisel und Bohrhammer greifen muss. Die Antwort auf diese Frage bekommst du in unserem umfangreichen Ratgeber-Artikel.

Beton ist im Vergleich zu Stein ein sehr viel härterer Werkstoff. Egal ob man mit einer Heimwerker-Schlitzfräse in Porenbeton, Stahlbeton oder eine Betondecke fräsen möchte, kommt es in den meisten Fällen zu Problemen.

Meist bleibt die Mauernutfräse im Beton stecken oder kann sich erst gar nicht in ihn hinein fräsen. Einzige Ausnahme stellen hierbei die teuren Profi-Modelle dar. Diese sind für die meisten Heimwerker und Häuslebauer aber schlichtweg zu teuer. Viel günstiger kommt man mit einem Bohrhammer samt Meiselset davon.

Welche Vor- und Nachteile gibt es?

Beim Kabelkanal stemmen mithilfe eines Meiselhammers hat man gegenüber der Arbeit mit einer Schlitzfräse zwei große Nachteile. Einerseits dauert das Stemmen um einiges länger als das Fräsen und andererseits wird der Schlitz ziemlich ungenau. Nur geübte Heimwerker schaffen es ziemlich gerade und ohne ohne größere Ausfranzungen zu arbeiten.

Nachdem man aber wie bereits weiter oben erwähnt, keine Heimwerker Schlitzfräse für Beton einsetzen kann, muss man sich mit diesen Nachteilen abfinden. Selbstverständlich gibt es aber auch Vorteile,, die man durch die Benutzung eines Bohrhammers hat.

So staubt es beim Stemmen deutlich weniger und dadurch muss später weniger geputzt werden. Daher muss man auch nicht traurig oder enttäuscht sein, dass es keine einzige Heimwerker Mauernutfräse für Beton gibt. Nun aber zum wichtigsten Teil des Artikel:

Wie funktioniert das Stemmen?

Eins gleich vorweg, besonders schwierig ist es nicht. Trotzdem sollte man auf ein paar grundlegende Dinge achten. So sollte man entweder zu einem Bohr- bzw. Meiselhammer oder einem normalen Hammer für die Hand greifen. Der Einsatz eines Abbruchhammers ist nicht anzuraten. Die Geräte sind einfach zu unhandlich und leider auch zu stark. Man muss nur einmal nicht aufpassen oder ein bisschen abrutschen und schon hat man ein großes Loch in der Mauer.

Dies kann aber auch beim Arbeiten mit den schwächeren Bohrhammern passieren. Daher gilt grundsätzlich: Konzentrieren und lieber eine Pause zu viel als zu wenig für die Muskeln machen. Beton ist nämlich ein harter und kraftraubender Gegner.

Nachdem nun die Frage nach dem richtigen Gerät geklärt ist, kann man fast schon anfangen. Man benötigt nämlich nur noch einen Flachmeisel. Auf keinen Fall sollte man Spitzmeisel einsetzen. Diese eignen sich nicht für Schlitze, sondern ausschließlich für Abbrucharbeiten.

Im letzten Schritt sollte man mithilfe einer Wasserwaage den Verlauf der Kanäle auf die Wand zeichnen. So vermeidet man die Entstehung von krummen und damit unbrauchbaren Schlitzen. Sobald das Aufzeichnen erledigt ist, kann mit dem Stemmen begonnen werden.

Unser Fazit:

Leider eignen sich Schlitzfräsen für Heimwerker nicht für Betonwände oder Betondecken. Man arbeitet mit ihnen zwar akkurater und auch schneller als mit einem Stemmhammer, aber das alles nützt einem ja nichts. Denn nur die teuren Profifräsen scheitern nicht am harten Beton.